Statement
Stets
standen für mich meine graphische und mein textile Arbeit gleichrangig
nebeneinander.
Ausschlaggebend war allein die Qualität der Arbeiten.
Mit
der gleichen Konzentration, mit der ich zeichne,
entstehen auch meine Quilts.
Die
innere Spannung, die mich in die Lage versetzt, auch größere Arbeiten, die längere
Zeit dauern, zu bewältigen, ohne den Fluß des Spontanen zu verlieren, muß beim
Zeichnen genau so vorhanden sein, wie beim Quiltmachen. Erst beim Herstellen von
Quilts entdeckte ich mein Lieblingsmaß, das Quadrat. Und bietet nicht der Quilt
im Vergleich zum Gemälde ein zusätzliches Gestaltungselement, das Quilten?
Bei meinen Arbeiten ist das Quilten nie nur Mittel zum Zweck. Ich nutze es sehr
bewußt als zusätzliches graphisches Gestaltungsmittel, und ein Quilt ist für
mich nur dann gelungen, wenn Flächengestaltung und Quiltung eine Einheit sind.
Aus "Ruth Eissfeldt: Entwicklung vom Graphik-Design zum Quilten"